Braucht Hamminkeln eine Biotonne?
Die aktuelle Diskussion um unser Abfallsystem sollte sich nicht nur um Gebühren drehen, sondern auch um Bürgerservice, Umwelt und eine faire Kostenverteilung.
Gerade in einer Flächenkommune wie Hamminkeln ist die Entsorgung von Bioabfällen nicht für alle Menschen einfach. Wer kein Auto, kein Fahrrad und keine Möglichkeit zur Eigenkompostierung hat, muss geeignete Bioabfälle häufig über den gebührenpflichtigen Restmüll entsorgen.
Dabei zeigt ein Blick in unsere Nachbarkommunen, dass eine Biotonne durchaus bezahlbar angeboten werden kann. Anders als im jüngsten Zeitungsartikel dargestellt, liegen die Gebühren beispielsweise in Schermbeck und Wesel bei nur 60 € jährlich. Allerdings werden die Kosten dort teilweise über andere Abfallgebühren mitfinanziert.
Hinzu kommen mögliche Vorteile für die Umwelt: weniger private Fahrten zu Sammelstellen und die energetische Verwertung von Bioabfällen am Asdonkshof.
Für uns ist deshalb wichtig, auch eine freiwillige Biotonne als Ergänzung unseres Abfallsystems sachlich zu prüfen. Entscheidend sind die tatsächlichen Kosten, der Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger und eine transparente Finanzierung.
Unsere Grafik zeigt einige interessante Zahlen und Zusammenhänge.





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