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Entwicklung Rathausbebauung

Bebauung am Rathaus/ FWI begrüßt die Entwicklung bei der Rathausbebauung. Es gibt Alternativen.

„Wir fühlen uns bestärkt in unseren Bemühungen um eine behutsame, bedarfsorientierte Bebauung des Filetstückes am Rathaus“, meint Daniel Puckert von den Freien Wählern der Isselgemeinden (FWI). Die Ausweitung des zentralen Versorgungsbereiches wurde auf die Grenze der Obstwiese zurückgenommen und der B Plan für den Investor zurückgezogen.

Die Freien Wähler waren vor der Kommunalwahl die einzigen, die sich kritisch zu der Planung von ITG geäußert und positioniert haben. Das Wahlergebnis im Ortskern mit über 20 % hat uns in unserer Position bestärkt.

Wir wollen auf jeden Fall eine ausreichende Einwohnerinformation über die weiteren Schritte der Planungsvarianten. Es muss doch für die Hamminkelner geplant werden. Diese sollten die Möglichkeit bekommen, Wünsche und Kritik zu äußern. Was für den Molkereiplatz möglich war, muss auch hier möglich gemacht werden.

Geplant war eine massive Blockbebauung mit einer Länge von ca. 1,5 Fußballfeldern und einer Breite von fast 30 m. Auch von der Höhe hätte dieses Bauwerk in der Nachbarschaft weit übertroffen. Dieses Bauwerk wäre eine städtebauliche Katastrohe geworden.

Zudem war die Datenlage aus der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes alles andere als eindeutig. Hieraus einen Bedarf und Chance für eine so große Verkaufsfläche abzuleiten, war schon Anfang 2020 sehr gewagt.

Mit den zusätzlichen 1.100 m² eines Discounters wäre der Ortskern Hamminkelns mit 0,76 m² Verkaufsfläche je Einwohner für Nahrungs- und Genussmittel fast zu 100 % überversorgt gewesen, da 0,35 bis 0,45 m² je Einwohner eine gute Versorgung darstellen. Dann zu behaupten, dies würde durch einen Kaufkraftabzug aus den Nachbarkommunen kompensiert, geht völlig an der Wirklichkeit vorbei. Weitere Aussagen des Gutachters sind von den Befürwortern des Projektes damals auch ignoriert worden.

Man muss sich Sorgen um die im nördlichen (Marktstraße) und westlichen (Diersfordter Straße) Teil des Ortskerns befindlichen Betriebe machen, weil die nicht ausreichend von der Frequenz profitieren. Also eine Konzentration und Verlagerung in den Bereich der Raiffeisenstraße und Blumenkamper Straße. Die anderen drohen auszubluten

Der Netto-Markt, der eine wichtige Versorgungsmöglichkeit für die Bewohner am nördlichen Rand des Ortskerns darstellt, ist nach Auskunft des Gutachters gefährdet.

Es hätten also Leerstände gedroht.

Nun kommen noch die Auswirkungen der Corona-Pandemie hinzu, deren Nachwirkungen – durch jetzt noch nicht sichtbare Pleiten- auf Jahre bleiben werden.

Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein durch Leerstände unattraktiver Ortskern. Bleiben die Kunden erst mal weg, wird es schwierig.

Es gibt ja Alternativen, die die alte Bausubstanz erhält und umnutzt, behutsam auch gewerblich bebaut, weitaus weniger Flächen versiegelt und dringend benötigten Wohnraum in Form von Eigenheimen für junge Familien und seniorengerechte Wohnungen realisieren will.

Jetzt sind die Eigentümer der Flächen gefragt, die für Hamminkeln richtige Entscheidung zu treffen

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